In meiner Arbeit begegne ich regelmäßig dem Unwissen über die Nutzungsrechte in der Designarbeit. Dabei treffe ich wiederholt auf die gleichen Fragen und Ängste.

  • Warum sollen wir Nutzungsrechte erwerben wenn schon die Arbeitszeit bezahlt wurde?
  • Muss der Designer dann bei jeder Änderung gefragt werden?
  • Auf welche Leistungen entfallen Nutzungsrechte?

Warum Nutzungsrechte? Denkt sich der Produktdesigner für ein Unternehmen das Erscheinungsbild von einem Produkt aus, hält er daran die Urheberrechte. Ein Beispiel. Ein Fotograf schießt ein Foto. Die Rechte das Foto zu nutzen liegen beim Fotografen. Denn er hat das Foto erstellt. Und hält die Urheberrechte an dem Foto. Nun kann der Fotograf diese Rechte an eine andere Person verkaufen. Dann hat der Käufer der Nutzungsrechte die Möglichkeit das Foto zu verwerten. Dieses Prinzip gilt ebenso für andere Disziplinen der Gestaltung.

Wie der Käufer einen Entwurf nutzen darf regeln die Nutzungsrechte. Verwerter der Nutzungsrechte wissen so eindeutig wie der Entwurf genutzt werden darf. Hier wird z.B. festgelegt:

  • Ob der Entwurf regional, national oder weltweit genutzt werden darf.
  • Der Zeitraum der Nutzung. Über Jahre hinweg. Oder zeitlich unbegrenzt.

Zudem gibt es ein paar weitere Regelungen die festgelegt werden können. Dabei ist jedem Aspekt ein Wert zugeordnet. Der Faktor. Die einzelnen Faktoren addiert ergeben den Nutzungsfaktor. Dieser wird einzig auf die Entwurfsleistung angewandt. Andere Leistungen sind nicht davon betroffen. Wie etwa Beratung, Recherche, Änderungen. So fließt nur ein Teil der Designleistung in die Berechnung der Nutzungsrechte.

Nutzungsrechte übertragen das Recht der Nutzung für einen Entwurf. Hier vom Designer auf ein Unternehmen. Die Regelung basiert auf dem Vergütungstarifvertrag Design (VTV).