Jeder Designer hat wahrscheinlich schon mal davon gehört oder daran teilgenommen. So genannte Pitches. Warum ich diese für relativ sinnlos halte, möchte ich hier aufzeigen und gern mit den Lesern dieses Blogs diskutieren.

Meine Gedanken dazu beziehen sich auf den Bereich Produktdesign. Wobei in anderen Designbereichen sicher ähnliche Begebenheiten existieren. Außerdem beziehe ich mich auf selbstständig tätige Designer.

Der Designer bekommt eine Anfrage von einem Unternehmen. Dieses möchte ein neues Produkt auf den Markt bringen, wofür noch ein Designer gesucht wird. Ob der Designer sich denn vor Ort vorstellen wolle? Was der Designer gern tut. Ob der Designer übermorgen vorstellig sein könne? Kurzfristig. Aber für den möglichen Kunden gern. Wenn der Designer, gern auch durch halb Deutschland, zum Unternehmen fährt solle er auch gleich ein paar Entwürfe zum Thema mitbringen. So in etwa kann ein Pitch beginnen.

Welchen Sinn soll es haben wenn der Designer neben laufenden Projekten, ohne richtiges Briefing die ersten Gedanken zum relevanten Thema skizziert? Aussagen über die Fähigkeiten oder die Arbeitsweise des Designers innerhalb eines Projektes lassen sich daraus nicht ableiten. Diese verbreitete Vorgehensweise ist wertlos für die Unternehmen und eine unnötige Belastung für den Designer.

Arbeiten die ein Designer in der Vergangenheit bearbeitet hat, geben dem interessierten Unternehmen einen wirklichen Eindruck von dessen Stil und Arbeitsweise. Eine Präsentation für solche Zwecke hat jeder ernsthafte Designer vorbereitet.

Den Designer einladen, mit diesem sprechen, anschauen wie dieser bisher gearbeitet hat und welche Ergebnisse dabei entstanden sind halte ich für sinnvoller als die verbreiteten Pitches.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Pitches gemacht?
Warum halten Sie Pitches für Sinnvoll/nicht Sinnvoll?